Beitrag Ok?

Ich berate Sie gerne.

Einstufung Selbstständige in der gesetzlichen Krankenkasse

Auch Selbstständige müssen Ihren Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung auf der Grundlage Ihrer Einnahmen zum Lebensunterhalt entrichten. Es gibt aber eine Besonderheit dabei, sollte das Einkommen unter bestimmte Mindestbemessungswerte liegen muss ein Beitrag auf ein Einkommen bezahlt werden welches der Selbstständige vielleicht gar nicht erzielt.

Aufgrund einer gesetzlichen Änderung im Jahr 2013 bei der Definition hauptberufliche selbständige Tätigkeit, sind neue günstige Varianten zur Einstufung eines Selbstständigen bei einem Einkommen
unter 2231,75 €/ Monat dazugekommen.

Was bedeutet jetzt selbstständig erwerbstätig zu sein und welche Rolle spielt hier der Begriff hauptberuflich?

Selbstständig erwerbstätig ist, wer als natürliche Person selbst mit Gewinnerzielungsabsicht eine Tätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft, in einem Gewerbebetrieb oder einer sonstigen insbesondere freiberuflichen Arbeit in persönlicher Unabhängigkeit und auf eigene Rechnung und Gefahr ausübt.

Hauptberuflich ist eine selbstständige Erwerbstätigkeit dann, wenn sie von der wirtschaftlichen Bedeutung/Bestreitung des Lebensunterhaltes und dem zeitlichen Aufwand her die übrigen Erwerbstätigkeiten zusammen deutlich übersteigt und den Mittelpunkt der Erwerbstätigkeit darstellt (Bundestags-Drucksache 11/2237 S. 159).

Ob nun eine selbstständige Tätigkeit hauptberuflich oder nicht hauptberuflich ausgeübt wird, ist somit im wesentlichem von der wirtschaftlichen Bedeutung bzw. Bestreitung des Lebensunterhaltes und dem zeitlichen Aufwand abhängig. Dadurch entstehen neue Einstufungsmöglichkeiten für den Selbstständigen durch die Krankenkasse.

Für Selbstständige gibt es folgende Mindestbemessungswerte zur Beitragseinstufung.

Variante 1: Der grundsätzliche Mindestbemessungswert liegt bei 2231,25 €, wodurch mindestens ein monatlicher Beitrag in der Kranken- und Pflegeversicherung für einen Selbstständigen mit Elterneigenschaften ohne Krankengeldanspruch von 396,06 € anfällt.

Variante 2: Der ermäßigte Mindestbemessungswert liegt bei 1487,50 €, wodurch mindestens ein monatlicher Beitrag in der Kranken- und Pflegeversicherung für einen Selbstständigen mit Elterneigenschaften ohne Krankengeldanspruch von 264,03 € anfällt. Diese Einstufung ist zusätzlich von Bedingungen wie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, zu versteuernde Kapitaleinkünfte, Anzahl der unterhaltpflichtigen Kinder, gemeinsames Einkommen der Eheleute und Vermögen oder der Gewährung von Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit abhängig.

Variante 3: Der sonstige Mindestbemessungswert liegt bei 991,67 €, wodurch mindestens ein monatlicher Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung für Selbstständige mit Elterneigenschaften ohne Krankengeldanspruch von 176,02 € anfällt.

Variante 4: Selbstständige mit einem sehr geringen oder negativen Einkommen laut Steuerbescheid, können beim gesetzlich versicherten Ehegatten kostenfrei familienversichert werden.


Zur besseren Veranschaulichung möchte ich Ihnen ein paar praktische Beispiele aufzeigen:    ... Beispiele  


 Freunden empfehlen